Horoskopanalysen

Die Seelenzahl: Vokale, Konsonanten und was sie bedeuten sollen

Neben der Namenszahl aus allen Buchstaben kennt die Zahlendeutung zwei weitere Werte: die Seelenzahl aus den Vokalen und die Ausdruckszahl aus den Konsonanten.

Die Unterscheidung

Die Begründung stammt aus einer alten sprachlichen Vorstellung: Vokale sind der getragene Laut, der Atem; Konsonanten formen und begrenzen ihn. Innen und außen, Stoff und Form — ein Bild, das in vielen Traditionen vorkommt und hier auf die Schreibung eines Namens angewandt wird.

Der Rechenweg

Wie bei der Namensanalyse: jeder Buchstabe wird über die Tabelle A–I = 1–9, J–R = 1–9, S–Z = 1–8 in eine Zahl übersetzt, die Werte werden addiert und auf eine Ziffer reduziert — einmal nur mit den Vokalen, einmal nur mit den Konsonanten.

Zwei Stolpersteine

Das Y. Mal Vokal, mal Konsonant, je nach Stellung im Wort — und je nach System. Bei Namen mit Y ergeben zwei Deutungen zwei verschiedene Seelenzahlen, und keine Regel entscheidet, welche gilt.

Die Sprache. Welche Buchstaben Vokale sind, ist eine Eigenschaft der jeweiligen Schrift. Im Hebräischen, aus dem die Idee stammt, werden Vokale traditionell gar nicht geschrieben — die Unterscheidung, auf die sich das Verfahren beruft, lässt sich dort so nicht treffen.

Wie man damit umgeht

Wer Zahlendeutung als Anregung nutzt — als Anlass, über sich nachzudenken —, kommt damit gut zurecht. Wer sie als Aussage über Tatsachen nimmt, sollte wissen, dass das Ergebnis von Entscheidungen abhängt, die der Deutende selbst trifft: welcher Name, welche Umschrift, welches Y.

Bei lebenden Personen gilt hier dasselbe wie bei Horoskopen: Wer nicht darum gebeten hat, wird auf diesen Seiten nicht gedeutet.

Verwandt: die Berechnung, Zahlenmystik.